Ich muss zum Friseur. Dringend. Aber ich kann nicht. Warum? Keine Zeit, nein. Kein Geld, nein. Ich habe Angst. Große Angst. Alpträume. Und feuchte Hände. Nächste Woche fange ich bei der GRAZIA an und dafür möchte ich natürlich gut aussehen. Ein nachvollziehbarer Gedanke, oder? Ja, aber auch gefährlich…
Als ich vor 5 Jahren an der AMD anfing hatte ich nämlich den selben Gedanken. Vorher nochmal zum Friseur, will ja gutaussehen zwischen all den feschen Mädels. Gute Idee. Ging aber gründlich daneben: Nach zwei Stunden Sitzung hatte ich an Stelle eines schrägen Ponys eine moderne Version des Vokuhilas. Und anstatt zarten blonden Strähnchen, hatte ich eine die komplette Farbpalette von Gelb bis Rot auf dem Kopf. Ich sah aus wie vom schlimmsten UNISEX-Friseur verunstaltet.
Dementsprechend unwohl fühlte ich mich in den ersten 2 Monaten an der neuen Mode-Uni. Ja, so lange hat es gedauert bis ich das Vogelnest auf meinem Kopf wieder ohne sarkastischen Unterton als Frisur bezeichnen konnte. Also, was mache ich diesmal? Die vorab Recherche nach guten Friseuren in Hamburg macht keinen Spaß: Laut qype und Co. hat scheinbar jeder hier ansässige Friseur das Leben von mindestens einem Kunden komplett zerstört. Nein danke – da hab ich lieber ´nen Ansatz und kaputte Spitzen an meinem ersten Tag in der Redaktion. Wenn die neuen Kollegen mich so sehen, empfehlen sie mir bestimmt direkt und ungefragt den Hairdresser ihres Vertrauens…








