“Doch wenn schon scheiße tanzen, dann so, dass die ganze Welt es sieht,
Mit Armen in der Luft, beiden Beinen leicht neben dem Beat.
Und wenn du mit der Königin die Fläche verlässt, sag dir
diese Welt ist perfekt! Perfekt.”
Casper – Perfekt
Es ist schon verrückt wie das Leben so spielt. Vor wenigen Jahren waren wir noch Freudens- und Leidensgenossen. Beide in einem Alter, in dem die ersten ernstzunehmenden Liebschaften in die Brüche gingen. Gute Worte wurden getauscht. Songs geteilt und bunte Einhörner auf Regenbögen von Bielefeld nach Stuttgart geschickt. Man kannte sich halt irgendwie und durchlebte zur gleichen Zeit ähnliche Ereignisse. Der rege Kontakt wurde über Jahre aufrechterhalten – dank Social Web! Und heute? Heute kennt man Benjamin unter dem Namen Casper und aus dem schmucken Bub ist ein richtig erfolgreicher Rapper geworden, der beim Label Four Music unter Vertrag ist. Ich denke, er hat alles richtig gemacht. Die Mädels kreischen – die Kassen klingeln. Nahezu perfekt!
Doch was für mich als Beobachterin über Jahre hinweg viel faszinierender ist: Er bleibt auf dem Boden. Er ist immer noch der Alte … selbst seinem eigenen Stil ist er treu geblieben und hält nicht viel von all dem Hype. Das macht ihn für mich perfekt!
Wir haben ihm ein paar Fragen gestellt und hier kommt das Mini-Interview mit Casper …
Du siehst nicht aus wie der typische Rapper, wenn man bei Rap klischeemäßig Baggy-Pants und Baseballcaps vor Augen hat. Wie würdest du deinen eigenen Style beschreiben?
CASPER: Ach, die Rapszene an sich ist aber aus eben diesem Klischee ja schon total raus. Wenn man sich Leute wie Kanye West, Drake, Kid Cudi und und und ansieht, geht der Trend ja immer mehr ins Gegenteil. Ich mache mir tatsächlich nicht so wahnsinnig viel Gedanken darum, was genau ich anziehe, Hauptsache es passt einigermaßen zusammen. Als Junge sind die Möglichkeiten ja ohnehin ziemlich begrenzt: Alles, was über Shirt und Hose hinausgeht, ist ja oft schon irgendwie …”schwierig”. Ich glaub´ ich bin so ein bisschen Rap, so ein bisschen Indie und so ein bisschen H&M. Nichts Extraterrestisches!
Hast du Lieblingsmarken oder ein spezielles Lieblingsstück, in dem du dich immer wohlfühlst?
Tatsächlich trage ich ja, langweiligerweise, ziemlich viel H&M. Ansonsten mag ich den Schnitt der Anti-Sweden-Hosen, auch Drop Dead oder cheap monday. Als Shirt meistens Bandshirts, die ich hier und da auftreibe. Mein Lieblingsstück war sehr lange eine Fake-Lederjacke, die ich für fünf Euro mal auf ´nem Wühltisch gefunden habe. Die wurde mir allerdings auf meiner eigenen Geburtstagsfeier geklaut, so´n Scheiß!
Nun eine Frage, die uns Modeinteressierte und Shoppingbegeisterte natürlich interessiert: Gehst du selbst denn gerne einkaufen oder ist das eher ein notwendiges Übel für dich? Wie stark setzt du dich überhaupt mit Mode auseinander?
Auf Tour ist es oft schneller und bequemer, einfach schnell zu H&M oder American Apparel zu gehen, als Boutiquen und das Internet zu durchstöbern. Außerdem fehlt mir momentan schlichtweg die Zeit, mich wirklich mit meiner Garderobe zu befassen. Hahahaha, das klingt, als würde ich wie ein Penner rumrennen … was zu weiten Teilen irgendwie ja auch stimmt, hahahaha. Bei Fotoshootings behalte ich oft einfach Sachen, ansonsten find ich Stöbershoppen wahnsinnig anstrengend. Ich bin mehr so der “Ich weiß was ich will, wohin ich will, gucke kurz, kaufe, ohne anzuprobieren und wieder nach Hause”-Typ! Klar setzt man sich mit Mode auseinander, aber was ich immer nervig an der Modewelt fand: Wenn ich in einem Magazin ein Teil gut finde, dann gibt´s das einfach erst nächstes Jahr. Schlimm …
Hier noch paar Ideen zum typischen Benjamin Griffey-Stil! Ganz Casper typisch sind beispielsweise Beanies wie diese schwarze Unisex-Strickmütze von SAHAJA. Wie er schon beschrieben hat, steht ehr auf Slim-Fit-Denims wie in unserem Beispiel die klassische Straight Jeans von Seven for all Mankind. Typisch Cas ist auch ein simples kariertes Baumwollhemd. Damit es nicht zu langweilig wird, fällt unsere Wahl auf das Design von PRPS GOODS & CO. Checked Vintage mit unterschiedlich großen Brusttaschen und Kragen in Jeans-Optik. Dazu passen lässige Sneakers zum Beispiel wie die von Philippe Model. Unsere T-Shirt-Wahl fällt auf das angesagte Label Fame On You und passt meiner Meinung nach einfach zum Hype um den jungen Rapper. Die Weste bringt ein bisschen Rock’n'Roll ins Styling und sorgt mit Lederaufnäher und mehrfarbigen Nieten auf Brust und Rückseite für ein echtes Fashion-Statement!










