Top oder Flop?

Perlohrringmädchen und Jungs, die ihren Sansibar Sylt Sticker voller Stolz am Heck ihres Porsches aufklebt haben, müssen sich zukünftig warm anziehen. Die Barbour-Jacke, ihre Uniform, ihr Heiligtum, droht zu einem gewaltigen Modetrend zu werden. Barbour, die heilige Insel, die wohl irgendwo zwischen Sylt und Sloane Square liegt, wird derzeit von englischen Hipstern gestürmt. Sie tragen Docs, ziehen monströse Nasen Methodrone und ihre Ohren sind durch eine Vielzahl von Ringen durchbohrt. Sie wollen das Heiligtum, das Erkennungszeichen der Privilegierten: Die Barbour-Jacke.

In Anbetracht des Modetrends, der schon bald die Küste Deutschlands erreicht haben wird, stellt sich die Frage wie Katharina in Zukunft ihren Alexander erkennen soll. Der Schmiss an der Wange, der Porsche vor der Tür, die Seglerschuhe an den Füßen, die zurückgegelten Haare auf dem Kopf, da bleiben doch noch ein paar Zeichen. Wir müssen uns also keine Sorgen machen.
Das erste Mal, das die legendäre Jacke mit Cordkragen fernab der Rich-Kids gesichtet wurde, war beim Glastonbury Festival in England. Fortan ging es für die Jacke, die aussieht wie eine kastenförmige, dunkelgrüne Plane und riecht wie eine alte Kerze, recht schnell raus aus der Schlammschlacht Glastonbury hinein in die urbane Metropole London. Die Mode affinen Jungs und Mädels tragen die klassischen Modelle Bedale, Beaufort, oder Border, die allesamt irgenwie nach einer Hunderasse klingen, einer elitären Rasse natürlich. Kombiniert wird die Kultjacke zu schweren Boots und engen Röhren. Die Queen, Stilikone des Haus Windsor, trägt übrigens das Modell Beaufort, das Original. Eine gute Entscheidung, wie ich finde.

3 Kommentare »

  1. Man liebt oder hasst sie: schreibt:

    [...] zwischen Sylt und Sloane Square liegt, wird derzeit von englischen Hipstern gestürmt… Weiter [...]

    24. Mrz. 2010 | #

  2. Sophia Schwan schreibt:

    Toller Artikel. Hat mich wirklich zum lachen gebracht :)

    25. Mrz. 2010 | #

  3. Kristian schreibt:

    Also ich liebe die Barbour Jacke, man muss sie nur richtig kombinieren, dann wird sie wirklich zum unverzichtbaren Bestandteil des Keliderschranks.

    3. Apr. 2010 | #

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