„A very elegant Show“, so lautete Karl Lagerfelds Urteil nach der Dior Homme Show in Paris. Ein Satz, der aus dem Mund von König Karl einem Ritterschlag gleicht. Dior-Designer Kris van Assche konnte aufatmen. Seine Kreationen kamen an. Das war nicht immer so.
Er ist der Thronfolger von Star-Designer Hedi Slimane, ein undankbarer Job. Drei Jahre nach Assches Übernahme scheint sich die Modewelt an seine Kreationen gewöhnt zu haben. Gerüchte, dass der Belgier Dior verlässt, verstummen, die Kritiken seiner Schauen werden immer positiver. Seine Spring/Summer Show 2011 fand in einer Fabrikhalle statt, von deren Decke meterlange Stoffbahnen, in Schneckenform hingen. Zu den hypnotischen Klängen des Soundtracks von Wong Kars Film „2042“ präsentierten die Models die minimalistischen Kreationen. „I wanted to show less to put all the attention to the quality“, so Assche. Monochrome Farbpalette und extremes Volumen, Markenzeichen von Assche zogen sich auch durch seine Spring/Summer 2011 Show. Er zeigte eine Kollektion, die nicht durch laute Farben, sondern durch durchdachte Schnitte auffiel.
Zu sehen gab es: Tief geschnittene Kaftan-Tops, deren Seiten offen waren und somit eine wenig Haut freilegten. Scharfgeschnittene Blazer, die durch Schulterbetonung auffielen. Und lange Trenchcoats ohne Ärmel. Die Silhouette ließ an die nordafrikanischen Roben denken. Allgemein kann man sagen: Eine tragbare Kollektion, die aufgrund von Schnittideen gefällt, jedoch nicht überrascht.



[...] wurde in die vierte Reihe gesetzt. So und Mode gab es natürlich auch zu sehen. Für Jadicted habe ich mich mit der Dior Homme Spring/Summer 2011 Kollektion [...]
29. Jun. 2010 | #